Wie funktioniert ein digitaler Zahnabdruck – und was unterscheidet ihn von der klassischen Abdruckmasse? Ob für eine Krone, eine Aufbissschiene oder eine Aligner-Behandlung: Bevor Zahnersatz oder Schienen angefertigt werden, braucht Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt ein genaues Abbild Ihrer Zähne und Ihres Kiefers. Dafür gibt es heute zwei Wege: die klassische Abformung und den digitalen 3D-Intraoralscan.
Wie funktioniert ein digitaler Zahnabdruck – und was unterscheidet ihn von der klassischen Abdruckmasse? Ob für eine Krone, eine Aufbissschiene oder eine Aligner-Behandlung: Bevor Zahnersatz oder Schienen angefertigt werden, braucht Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt ein genaues Abbild Ihrer Zähne und Ihres Kiefers. Dafür gibt es heute zwei Wege: die klassische Abformung und den digitalen 3D-Intraoralscan.
Der klassische Zahnabdruck mit Alginat oder Silikon
Der klassische Zahnabdruck mit Alginat oder Silikon
Mit dem Verlust eines oder mehrerer Zähne geht Lebensqualität verloren. Mit Hilfe von Implantaten können fehlende Zähne ersetzt und versorgt werden. Auch bei einem zahnlosen Kiefer ist es häufig noch möglich, Zahnersatz sicher, stabil und fest zu verankern. Ziel ist eine natürliche, ästhetische Rekonstruktion und damit die Steigerung Ihres Wohlbefindens und des Kaukomforts.
Die analoge Abformung ist seit Jahrzehnten ein bewährter Standard in der Zahnmedizin.
Die analoge Abformung ist seit Jahrzehnten ein bewährter Standard in der Zahnmedizin.
- So funktioniert sie: Ein Abdrucklöffel aus Metall oder Kunststoff wird mit einer weichen, formbaren Masse aus Alginat oder Silikon befüllt und im Mund platziert. Nach einigen Minuten härtet die Masse aus. So entsteht ein Negativ Ihrer Zähne und Ihres Kiefers, aus dem im Labor ein Modell gefertigt wird.
- Einsatzbereiche: Für bestimmte Versorgungen ist die klassische Abformung weiterhin wichtig, zum Beispiel für komplexe Abformungen der Mundschleimhaut oder für bestimmte Prothesen.
- So erleben Patientinnen und Patienten sie: Den gefüllten Löffel und die Wartezeit, bis die Masse fest ist, empfinden manche Menschen als unangenehm. Dabei kann ein Würgereiz auftreten – ein angeborener Schutzreflex, den jeder Mensch hat und der die Atemwege freihält. Zudem muss der Abdruck anschließend ins Labor transportiert werden, was Zeit kostet.
Der digitale Zahnabdruck: So funktioniert der Intraoralscan
Der digitale Zahnabdruck: So funktioniert der Intraoralscan
Beim Intraoralscan wird kein Abdrucklöffel benötigt. Stattdessen führt Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt eine kleine Kamera über Ihre Zahnreihen.
Beim Intraoralscan wird kein Abdrucklöffel benötigt. Stattdessen führt Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt eine kleine Kamera über Ihre Zahnreihen.
- So funktioniert er: Die Kamera erfasst Zähne und Zahnfleisch Bild für Bild, ohne sie zu berühren. Eine Software setzt die Aufnahmen in Echtzeit zu einem dreidimensionalen Farbmodell Ihres Kiefers zusammen. Ein Scan beider Kiefer dauert je nach Aufwand in der Regel etwa 5 bis 10 Minuten.
- Einsatzbereiche: Der Intraoralscan eignet sich unter anderem für Aligner-Behandlungen wie Invisalign, für Aufbissschienen und für Zahnersatz wie Kronen, Brücken und Inlays.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
Ihre Vorteile auf einen Blick:
- Mehr Komfort: Keine Abdruckmasse, kein unangenehmer Geschmack, keine Aushärtezeit. In Studien bevorzugten Patientinnen und Patienten den Scan gegenüber der klassischen Abformung und berichteten seltener von Würgereiz, unangenehmen Geschmack oder Atembeschwerden. [Quelle 1, 2]
- Ihre Zähne in 3D sehen: Sie können den Scan direkt am Monitor verfolgen und sehen Ihr Gebiss als 3D-Modell. So lässt sich die geplante Behandlung gemeinsam anschauen und besprechen.
- Schneller Weg ins Labor: Der Datensatz wird digital an das Dentallabor übermittelt. Ein Versand des Abdrucks entfällt.
- Zuverlässige Ergebnisse: Übersichtsarbeiten zeigen, dass der Intraoralscan häufig schneller abläuft als die klassische Abformung und verlässliche Ergebnisse für Zahnersatz liefert. [Quelle 1]
- Digitale Funktionsanalyse: Anhand des Scans lassen sich ungleichmäßige Zahnkontakte sichtbar machen – ohne zusätzlichen Abdruck. Das kann auch helfen, einen möglichen kieferorthopädischen Behandlungsbedarf frühzeitig zu erkennen.
Klassischer und digitaler Zahnabdruck: Die Unterschiede
Klassischer und digitaler Zahnabdruck: Die Unterschiede
- Verfahren: Klassisch mit Abdrucklöffel und Alginat oder Silikon – digital mit einer kleinen Kamera, ganz ohne Abdruckmasse.
- Ablauf: Die Abdruckmasse härtet einige Minuten im Mund aus – beim Scan werden die Aufnahmen laufend zu einem 3D-Modell zusammengesetzt.
- Komfort: Der Abdrucklöffel kann den natürlichen Würgereflex auslösen – den Scan empfinden viele Patientinnen und Patienten als angenehmer.
- Ergebnis: Ein Negativabdruck, aus dem ein Modell gefertigt wird – ein digitales 3D-Farbmodell, das direkt am Monitor sichtbar ist.
- Weg ins Labor: Der Abdruck wird transportiert, dabei können Druckstellen am Abdruck oder Veränderungen, z. B. durch Hitze, entstehen – die Scandaten werden digital übermittelt.
- Einsatzbereiche: Klassisch vor allem bei komplexen Schleimhautabformungen und bestimmten Prothesen – digital unter anderem für Aligner, Schienen, Kronen, Brücken und Inlays.
Fazit: Analog und digital ergänzen sich
Fazit: Analog und digital ergänzen sich
Der 3D-Intraoralscan macht den Zahnabdruck für viele Patientinnen und Patienten angenehmer: ohne Abdruckmasse, mit direktem Blick auf das eigene 3D-Modell und mit schneller, digitaler Übermittlung ins Labor. Die klassische Abformung bleibt dennoch ein bewährtes Verfahren, das bei bestimmten Versorgungen weiterhin die richtige Wahl ist.
Der 3D-Intraoralscan macht den Zahnabdruck für viele Patientinnen und Patienten angenehmer: ohne Abdruckmasse, mit direktem Blick auf das eigene 3D-Modell und mit schneller, digitaler Übermittlung ins Labor. Die klassische Abformung bleibt dennoch ein bewährtes Verfahren, das bei bestimmten Versorgungen weiterhin die richtige Wahl ist.
Bei Dental21 wählen wir deshalb für jede Behandlung das Verfahren, das medizinisch geeignet ist und Ihnen gleichzeitig möglichst viel Komfort bietet. Welche Methode für Sie infrage kommt, besprechen wir gern persönlich mit Ihnen.
Bei Dental21 wählen wir deshalb für jede Behandlung das Verfahren, das medizinisch geeignet ist und Ihnen gleichzeitig möglichst viel Komfort bietet. Welche Methode für Sie infrage kommt, besprechen wir gern persönlich mit Ihnen.
- Siqueira R, Galli M, Chen Z, Mendonça G, Meirelles L, Wang HL, Chan HL. Intraoral scanning reduces procedure time and improves patient comfort in fixed prosthodontics and implant dentistry: a systematic review. Clinical Oral Investigations. 2021;25(12):6517–6531.
- de Paris Matos T, Wambier LM, Favoreto MW, Rezende CEE, Reis A, Loguercio AD, Gonzaga CC. Patient-related outcomes of conventional impression making versus intraoral scanning for prosthetic rehabilitation: A systematic review and meta-analysis. The Journal of Prosthetic Dentistry. 2023.